Ziertheim-Das Wappen

Das Wappen der Gemeinde Ziertheim

Wappenbeschreibung

Über von Rot und Silber gespaltenem Schildfuß gespalten von Gold und Rot, vorne ein mit drei sechsstrahligen goldenen Sternen belegter blauer Schräglinksbalken, hinten schräggekreuzt ein goldener und ein silberner Schlüssel

Wappengeschichte

Die Gemeinde Ziertheim besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Ziertheim, Dattenhausen und Reistingen. Das Wappen geht auf die Geschichte aller Orte der Gemeinde ein. Der Schrägbalken mit den drei goldenen Sternen im vorderen Feld stellt das persönliche Wappen des Reichsprälaten von Neresheim, Michael Dobler, dar. Nach der Säkularisation 1803 zog er sich in das Schloss seiner Hofmark Ziertheim zurück und nannte sich „Herr von Ziertheim“. Sein Wappen steht stellvertretend für alle ehemaligen Ziertheimer Hofmarksinhaber. Die gekreuzten Schlüssel stammen aus dem Wappen des Chorherrenstifts von Berchtesgaden, das bereits im 12. Jahrhundert Besitz im Gemeindegebiet hatte und mit Dattenhausen fast 300 Jahre lang eng verbunden war. Der Schildfuß mit den Farben Rot und Silber des Hochstifts Augsburg repräsentiert den Ortsteil Reistingen. Hier stand ein Damenstift, das wohl von den Grafen von Dillingen gegründet wurde und 1450 vom Hochstift Augsburg aufgelöst wurde. Dieses übte seit 1450 die niedere und seit 1783 die hohe Gerichtsbarkeit im Ort aus. Reistingen zählte zu den nördlichsten Besitzungen des Hochstifts.

Wappendaten

Wappenführung seit 1986
Rechtsgrundlage: Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Schwaben
Beleg: Schreiben der Regierung von Schwaben vom 24.04.1986
Ehemalige Gemeinden mit eigenem Wappen: Dattenhausen, Reistingen, Ziertheim
Elemente aus Familienwappen Michael Dobler